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12.03.2006
Andreas Heiniger
Mallorca April 2008
Mittwoch, 2. April 08
Bereits um 04:30 Uhr starten mein Flieger in Basel für das zweite Trainingslager auf Mallorca, der Flieger hebt planmässig um 07:05 Uhr in Basel ab. Nicht viel später landen ich bereits auf Mallorca. Nach einem kurzen Imbiss im Hotel nutze ich das schöne Wetter für eine lockere Einfahrrunde.
80 km, 32.5 km/h, 650 Höhenmeter
Donnerstag, 3. April 08
Meine zweite Ausfahrt führt mich traditionell über den von weitem an der grossen Kugel erkennbaren Randa (ca. 5 km Aufstieg) und nach der flachen Traverse quer über die Insel nach Bunyola. Von dort fahre ich über den Orient (ca. 9 km Aufstieg). In Lloseta gönne ich mir einen Kaffee, bevor ich den welligen Rest unter die Räder nehme.
150 km, 31 km/h, 1700 Höhenmeter
Freitag, 4. April 08
Mit zügigem Rückenwind fahren ich locker, aber doch schnell genug über den gut ausgebauten Radweg nach Santa Maria. Nach der leichten Steigung hinauf nach Valdemossa, erreichen ich die coupierte und kurvige Küstenstrasse, welche immer wieder den Blick frei gibt auf das tiefblaue Meer. In Deia gönnen ich mir ein Stück Kuchen. So gestärkt nehmen ich nach Soller den knapp 14 km langen Aufstieg zum Puig Major in Angriff. In der Abfahrt muss ich kurz am Strassenrand anhalten, um das Feld der Mallorca-Rundfahrt vorbei zu lassen. Die letzten Kilometer dem Meer entlang nutze ich zum locker ausfahren.
145 km, 30.3 km/h, 1950 Höhenmeter
Samstag, 5. April 08
Über kleine verkehrsarme Strässchen erreichen ich Algaida. Hier werden die Arm- und Beinstulpen im Trikot verstauen, damit die „Rändli“ gepflegt werden können :-). Noch einmal fahren ich den Randa hoch und geniessen den weiten Ausblick über die Insel. In flottem Tempo fahre ich weiter nach Felanitx und hinauf zum San Salvador. Bei diesem klaren Wetter sehen ich von dort bis an die Goldküste und sogar die Nachbarinsel Menorca. Nun stehen mir noch ein paar bissige Wellen bevor um mein nächstes Ziel, Porto Cristo, zu erreichen. Im Strandcafé könnte ich problemlos länger verweilen, aber noch fehlen mir ca. 50 km zurück zum Hotel. Der Weg führt mich die Cipressa hoch und über das Wellblech bis zur Tankstelle zurück. Jetzt nur noch der Hauptstrasse entlang 15 Kilometer bis zum Hotel.
170 km, 30 km/h, 2000 Höhenmeter
Sonntag, 6. April 08
Etwas früher als sonst fahre ich nach Pollenca und zum Puig Major hinauf. In hohem Tempo fahre ich die schnell Abfahrt hinunter nach Soller. Es folgt die etwas mühsame Anfahrt zum Col Soller, wo die meisten Autos durch den Tunnel fahren und ich so die Serpentinen hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter ziemlich für mich haben. In Bunyola wartet ein weiteres Highlight :-), die Dorfbäckerei, die trotz Sonntag geöffnet hat. Mit köstlichem Kuchen versüssen ich mir die Kaffeepause vor dem erneuten Anstieg zum Orient. Schliesslich erreiche ich mein Hotel und kann noch die letzten 20 km der Flandern-Rundfahrt verfolgen.
140 km, 29 km/h, 2300 Höhenmeter
Montag, 7. April 08
Mit Cappuccino con Nata und Glace wird der Ruhetag versüsst :-).
Dienstag, 8. April 08
Bereits um 09:30 Uhr starte ich zu meiner längsten Tour. Bereits über die Schilfstrasse nach Sa Pobla bläst mich der Wind fast wieder ins Hotel zurück. Über die Abkürzung bis Santa Maria bin ich etwas besser geschützt. Auch in Richtung Palma und bis Puigpunyent bremst mich der Gegenwind immer noch. Über den Penyal des Grau und weiter über den Coll de Claret erreiche ich die Küstenstrasse. In Deia entscheiden ich mich aufgrund der möglichen Niederschläge gegen Abend für die kurze Pause mit Kuchen aus dem kleinen Dorfladen, anstatt der Lasagne im Restaurant. In den Serpentinen kurz vor Soller passiert es, mir rutscht das Vorderrad in einer Rechtskurve weg.... Nachdem ich das Velo und die wegrollenden Bidons wieder eingesammelt haben, realisiere ich, dass ich grosses Glück hatte und keinen Gegenverkehr hatte als ich quer über die Strasse rutsche. So kann ich trotz Schürfungen, Prellungen und Textilschäden weiterfahren. Was überhaupt zum Sturz geführt hat, keine Ahnung. Möglicherweise hatte es etwas Öl oder Diesel auf der Strasse, zu schnell war ich nicht unterwegs.
Obwohl ich ja wieder Richtung Alcudia zurückfahren, hat der Zuständige dem Wind immer noch nicht klargemacht, dass ich eigentlich auch mal Rückenwind verdient hätte …. die Böen entlang dem See sind nicht zu unterschätzen. In Port Pollenca nach einer kurzen Pause, kehre ich zurück ins Hotel, um meine Wunden zu pflegen.
176 km, 29 km/h, 2400 Höhenmeter
Mittwoch, 9. April 08
Nach einer nicht so erholsamen Nacht, setzen ich mich gegen Mittag wieder auf mein Rad und kämpfen mich wieder gegen den noch heftigeren Gegenwind. Die Nachwehen des Sturzes und der Wind lässt die Motivation schrumpfen und auch für heute sehen die Wetterfrösche Niederschläge voraus. So entscheiden ich mich, in Selva zu einer Änderung der Route und nur via Tankstelle nach Port Pollenca zu fahren. Nach einem kurzen Abstecher an den Strand von Cala St. Vicenc erreichen wir unser Zimmer etwas früher.
90 km, 30 km/h, 1000 Höhenmeter
Donnerstag, 10. April 08
Immer noch bläst der Wind mit unverminderter Stärke quer über die Insel und zudem bringt er auch noch dunkle Regenwolken heran. So müssen ich nicht lange studieren und entscheide mich freiwillig für Cappuccino con Nata und Rahmenprogramm :-) (d.h. ein Film auf meinem Lap Top).
Freitag, 11. April 08
Ein letztes Mal heisst es „Attack“ am Frühstückbuffet um anschliessend fertig zu packen. Nun warte ich nur noch auf das Taxi das mich zum Flughafen bringen soll. Mit knapp 1000 km und 12000 Höhenmetern habe ich mir wieder eine gute Grundlage gelegt um morgen beim Amateurrennen in Bussigny profitieren zu können.
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